Sicherlich gab es auch schon in der Zeit des Goldstandards viele Abweichungen von der Lehre des Laissez-faire. In der Hauptsache aber stimmten die Lehre und Politik bis in die 1930er Jahre überein. Dies ändert sich mit Keynes, dessen Theorie von der Existenz von Ungleichgewichten auf Märkten ausgeht, die nicht automatisch korrigiert werden. Das wichtigste Ungleichgewicht findet sich am Arbeitsmarkt, wo Ungleichgewicht Arbeitslosigkeit bedeutet und zu einem massiven sozialen und politischen Problem werden kann. Dass eine Theorie des Ungleichgewichts sich durchsetzen konnte, verdankt sich dem Umstand, dass die Weltwirtschaftskrise nach 1929 die Grundfesten der reinen Ökonomie und der liberalen Theorie erschütterte. |