Die Neoklassik definiert ein Unternehmen als Produktionseinheit, das ökonomische Güter erstellt und dabei Produktionsfaktoren einsetzt. In der Neoklassik wird der Prozess der Transformation von Produktionsfaktoren in Güter als Produktion bezeichnet. Dazu zählen so unterschiedliche Vorgänge wie die Erzeugung von Weizen, die Umformung von Stahl zu Blech, die Verpackung und der Transport von Waren, das Haareschneiden oder eine Vorlesung in ökonomischer Theorie.
Das Unternehmen wird daher nicht wie im Marxismus als eine Organisationsform gesehen, in der die Eigentümer über eine bestimmte Zeit hinweg über die Arbeitskraft der Arbeitenden verfügt. Im Marxismus ist das Unternehmen ein Ort, in dem Herrschaft ausgeübt wird und selbst in demokratischen Gesellschaften autoritäre Regeln gelten. |