Rationalität ist Vernunft, d.h. die Betätigung des Verstandes zur Gestaltung des eigenen Lebens und der Welt.
Der Rationalismus ist die philosophische Strömung, die gesellschaftliche Ordnungen durch die Vernunft legitimiert.
Gemein ist der Wissenschaftsgemeinde, dass einzig die Rationalität als Autoritätakzeptiert wird; Tradition, Moral und Vorurteile werden ins Reich des Unwissenschaftlichen verbannt. Eine Aussage ist dann wahr, wenn sie mit den Tatsachen übereinstimmt. Damit verquickt sich Wahrheit und Wirklichkeit, was aufs Erste eine Reihe von Vorteilen mit sich bringt: Das gewonnene Wissen wird so nämlich als neutral und unparteilich gedeutet, eigennützige und subjektive Intentionen werden per definitionem aus dem Wissenschaftsbetrieb entfernt. Fragen der Moral und von Werturteilen werden als un- oder vor-wissenschaftlich betrachtet. Die wissenschaftliche Kernfunktion hingegen besteht in der Prüfung von Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt.
In der Neoklassik wird Rationalität als Zweckrationalität verstanden und damit darau reduziert, vorgegebene Ziele mit möglichst sparsamen Mitteleinsatz zu erreichen. |