Das Angebot bezeichnet im mikroökonomischen Sinne die Menge an Gütern und Dienstleistungen, die zu einem bestimmten Preis über den Markt abgegeben werden sollen. Der Begriff bezieht sich in diesem Fall also auf Märkte für einzelne Güter, beispielsweise den Markt für Rohöl. Dieses Marktangebot kommt durch die individuellen Angebotsentscheidungen der Produzenten zustande, die im Falle vollkommener Konkurrenz über den extern gegebenen Preis die produzierte und abgesetzte Menge so festlegen (Mengenanpasser), dass ihr Gewinn maximiert wird. Steigt die Marktmacht der Anbieter, steigen ebenfalls die Möglichkeiten der Preisbeeinflussung, um den eigenen Gewinn zu maximieren. Normalerweise impliziert diese Ausweitung der Anpassungsmöglichkeiten der einzelnen ProduzentInnen einen Umverteilungsprozess von den KonsumentInnen zu den ProduzentInnen.
Nachfrage bezieht sich im mikroökonomischen Sinne auf die auf einzelnen Märkten wirksam werdenden Konsumwünsche der Haushalte. Gemäß der Haushaltstheorie organisieren einzelne Haushalte ihre Nachfrage in Abhängigkeit von den am Markt determinierten Preisen derart, dass ihr Gesamtnutzen maximiert wird. Die Nachfrage auf einzelnen Märkten ist also erneut die Summe der individuellen Haushaltsentscheidungen. |