Celso Furtado ist weltweit als einer der bedeutendsten lateinamerikanischen Wirtschaftswissenschaftler und Intellektuellen unserer Zeit anerkannt.
Er wurde 2003 von der Vereinigung lateinamerikanischer ÖkonomInnen für den Nobelpreis vorgeschlagen.
Laut Furtado können die Märkte nur in denjenigen Ländern folgerichtige umfassende Entscheidungen treffen, die eine fortgeschrittenen Stufe der sozialen Homogenität aufweisen. Dementsprechend ist die Notwendigkeit einer nationalen Entwicklungspolitik, die dem sozialen Wohlstand der ganzen Bevölkerung und dem Wachstum den Vorrang einräumt, umso größer, je höher die soziale Heterogenität ist. So schlägt Furtado für das heutige Brasilien vor:
- Die Lösung der Probleme der Unterernährung der Bevölkerung mit niedrigen Einkommen, das ist ein der öffentlichen Sicherheit ähnliches Problem.
- Die Konzentration der Investitionen in die Verbesserung des menschlichen Faktors, im Sinne der Erhöhung des kulturellen Niveaus der Bevölkerung und der Ausweitung des Angebots im technischen Bereich.
- Den Globalisierungsprozess in Einklang bringen mit der Schaffung von Arbeitsplätzen, wobei Investitionen bevorzugt auf den internen Markt gerichtet werden, während die Importkapazität vorrangig für den Erwerb von Technologie eingesetzt werden muss.
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