John Maynard Keynes wird 1883 in gutbürgerlichen Verhältnissen in Cambridge/UK geboren. Er studiert Philosophie und Mathematik und beginnt seine Karriere in der britischen ‚Indian Office‘, wo er sich intensiv ökonomischen Fragen, wie den Auswirkungen des herrschenden währungspolitischen Regimes (Goldstandard) auf die britischen Kolonien widmet. Er war auch ein Kritiker der liberalen Fiskalpolitik, die ausgeglichene Haushalte als Ziel an sich ansahen. Knapp danach wird er Lecturer am King’s College in Cambridge. Im Laufe seines Lebens ist er nicht nur Angestellter und Berater des britischen Schatzamtes (unter anderem Chefdelegierter bei den Friedensverhandlungen von Versailles, Gesandter bei wichtigen wirtschaftspolitischen Konferenzen wie insbesondere Bretton Woods), Direktor des größten britischen Versicherungshauses und Besitzer von zwei Theatern, sondern auch erfolgreicher Spekulant. Keynes gilt heute als wichtigster und gleichzeitig umstrittenster Ökonom des 20. Jahrhunderts. Sein 1936 erschienenes Hauptwerk ‚The General Theory of Employment, Interest and Money‘ ist einer der Meilensteine ökonomischer Theorie.
Zitate
"Nette, feine Methoden, gemacht für einen gut getäfelten Sitzungssaal und einen gut regulierten Markt ... Ich beschuldige die klassische ökonomischeTheorie selbst eine dieser netten, feinen Methoden zu sein, die versucht, sich mit der Gegenwart zu befassen, indem sie von der Tatsache abstrahiert, dass wir sehr wenig über die Zukunft wissen"
Robinson, Eatwell, 1974: 85 |