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Internationale Politische Ökonomie
Mit Beispielen aus Lateinamerika
Ao. Prof. Dr. Andreas Novy
Abteilung für Stadt- und Regionalentwicklung, Wirtschaftsuniversität Wien
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 up 2 Ökonomische Theorien
 up 2.2 Neoklassik
 up 2.2.5 Grundbegriffe der Neoklassik

2.2.5.5 Markt

Fruchtstand am Straßenrand

Das Alltagsverständnis von Märkten besteht darin, dass diese ein bestimmter Ort sind, an denen bestimmte Waren gekauft und verkauft werden. Märkte sind Orte, an denen getauscht wird. Auf einem Bauernmarkt werden Lebensmittel gehandelt, im Baumarkt finden sich Baumaterialen. Aber es gibt eine Vielzahl anderer konkreter Märkte. So treffen sich an der Börse KäuferInnen und VerkäuferInnen von Aktien, auf dem Flohmarkt VerkäuferInnen und KäuferInnen von Gebrauchtwaren, auf Märkten für Gebrauchtwagen werden ebendiese getauscht.

In den Wirtschaftswissenschaften bezeichnet man mit Markt jene gesellschaftliche Institution, auf der Angebot und Nachfrage aufeinandertreffen und Preise gebildet werden. Das Konzept des Marktes beschränkt sich nicht auf real existierende Orte des Tausches, sondern Märkte beschreiben unabhängig von Raum und Zeit alle Tauschbeziehungen. Ein Markt ist demnach eine virtuelle Struktur, mit der bestimmte Beziehungen beschrieben werden. Märkte sind, gemeinsam mit dem Verhalten von ProduzentInnen und KonsumentInnen, Analysegegenstand der Mikroökonomie.

Die Neoklassik ist mehr eine Theorie ideal funktionierender Märkte als eine Theorie real existierender Marktwirtschaften, da die Neoklassik Märkte als natürliche und nicht als gesellschaftlich produzierte Institutionen versteht.

 down 2.2.5.5.1 Elastizitäten
 down 2.2.5.5.2 Marktfreiheit
 down 2.2.5.5.3 Marktformen
 down 2.2.5.5.4 Marktversagen
 down 2.2.5.5.5 Angebot und Nachfrage
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