Eurodollars sind Dollarguthaben und -verpflichtungen, die außerhalb der USA bestehen. Diese Transaktionen bilden zusammen den Eurodollarmarkt.Wenn eine Bank beispielsweise in London oder Luxemburg Dollarkonten führt, dann kann die US-Notenbank - obwohl es sich um die US-Währung handelt - fast alle ihre Aufsichts- und Regulationsinstrumente nicht nutzen, da sie außerhalb der Landesgrenzen über diese Mittel nicht verfügt. Andererseits kann - und oft will - auch die jeweils andere betroffene Regierung (etwa Luxemburgs oder Englands) die fraglichen Finanzmittel kaum wirksam regulieren, da es sich ja um Fremdwährung, nämlich US-Dollar handelt. Die Festlegung von Mindestreservesätzen der Banken beispielsweise, oder die Regulierung der Geldmenge (in diesem Fall des Dollars) sind damit kaum mehr wirksam möglich.
Die Entstehung der Euro-Dollar-Marktes war ein wichtiger Schritt in Richtung der Deregulierung der nationalen Kreditmärkte und dem Entstehen globaler Finanzmärkte. Den wesentlichen Impuls erhielten die Euro-Dollar-Märkte durch die Petrodollars im Gefolge der Ölpreissteigerungen nach 1973 und das Abgehen von der Dollar-Gold-Bindung durch die US-Regierung 1971 und 1973. |