Gunnar Myrdal beschrieb mit kumulativ-zirkulären Prozessen sehr anschaulich das Wesen von Entwicklungsprozessen. Er stellte sein dynamisches Konzept dem neoklassischen Markt-Modell entgegen, in dem der Markt immer ein gesellschaftliches Gleichgewicht herstellt. Demnach haben Entwicklungsprozesse sowohl eine Vergangenheit als auch eine Zukunft. Entwicklung ereignet sich spiralenförmig. Sie ist zirkulär, ohne aber zum Ausgangspunkt zurückzukehren, da sie gleichzeitig kumulativ, d.h. anhäufend, ist.
Der wichtigste kumulativ-zirkuläre Prozess in der Ökonomie wurde von Keynes Multiplikator genannt. |