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Internationale Politische Ökonomie
Mit Beispielen aus Lateinamerika
Ao. Prof. Dr. Andreas Novy
Abteilung für Stadt- und Regionalentwicklung, Wirtschaftsuniversität Wien
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 up 2.3 Keynesianismus
 up 2.3.4 Grundbegriffe des Keynesianismus
 up 2.3.4.2 Globalsteuerung
 up 2.3.4.2.1 Geldpolitik

2.3.4.2.1.1 Zinsen

Zinsen sind der Preis für die Überlassung von Kapital bzw. Geld auf Zeit. Zu unterscheiden sind im Wesentlichen folgende Arten:

  • Real-Zinsen: Diese bedeuten den Kaufkraftzuwachs, der sich unter Berücksichtigung inzwischen eingetretener Preisänderungen zwischen der Kaufkraft des Darlehensbetrages am Anfang einer Periode und der des Darlehensbetrages zuzüglich der Zinsen am Ende der Periode ergibt.
  • Nominal-Zinsen: Sie sind der auf den Nennwert von Wertpapieren bezogene Zinssatz.
  • Effektiv-Zinsen: Hier handelt es sich um den aus dem Verhältnis zwischen Zinsträgern und Kaufpreis eines Wertpapiers resultierenden Zinssatz.

Zinssätze entstehen zum Beispiel durch Angebot und Nachfrage nach Krediten, durch die Inflationsrate, geldpolitische Restriktionen und Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers. Für Marshall (Zitiert in Robinson, Eatwell, 1974: 72) sind Zinsen der "Lohn" für die erduldeten Opfer des Wartens.

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