Ein natürliches Monopol kommt zustande, wenn die Kosten des Markteintritts enorm hoch, die Kosten der späteren Bereitstellung des Gutes aber verhältnismäßig klein sind. Im Falle natürlicher Monopole wurde lange Zeit die Notwendigkeit der staatlichen Bereitstellung der Güter bzw. Regulierung des Marktes erkannt, weil der Markteintritt zweiter Anbieter auch langfristig unwahrscheinlich und vor allem aus ökonomischer Sicht ineffizient ist. Beispiele für natürliche Monopole sind sämtliche Märkte für leitungsgebundene Infrastruktur, wie Festnetztelefonie, wo die Kosten der erstmaligen Errichtung der Leitungen sehr hoch sind, der einzelne Anruf für das Unternehmen aber nur noch sehr geringe Aufwendungen verursacht. Mit der sukzessiven Diskreditierung staatlichen unternehmerischen Handelns werden aber auch diese Märkte zunehmend von privater Hand versorgt. Der Staat übernimmt aber weiterhin die Regulierung der Märkte. |