Die Regulationstheorie verwendet weitere zwei Idealtypen zur Systematisierung von Akkumulationsregimen, die als Orientierung für Periodisierungen verwendet werden, nämlich die Unterscheidung in extensive und intensive Akkumulation. Die wirtschaftliche Dynamik liegt im dominant extensiven Akkumulationsregime auf der Ausweitung kapitalistischer Strukturen, insbesondere der Eingliederung der bäuerlichen Bevölkerung in die kapitalistische Ökonomie, sei es als LohnarbeiterInnen oder von sonstigem Geldeinkommen Abhängige. Immer mehr Menschen leisten immer mehr Arbeit, was die Wirtschaft ankurbelt. Räumlich beinhaltet dies eine manchmal rein auf das Wirtschaften beschränkte, manchmal auch kriegerische Expansionslogik. Deutschland und Japan verfolgten vor dem 2. Weltkieg erstere, danach die zweite Strategie.
Die Dynamik des dominant intensiven Akkumulationsregime beruht auf Produktivitätsfortschritten, das heißt einer Intensivierung der Produktion. Besser qualifizierte Arbeitskräfte leisten mehr, ausgeruhte ArbeiterInnen sind produktiver, bessere Maschinen erleichtern und beschleunigen die Arbeit. Der Binnenmarkt wird zur Hauptquelle der Nachfrage. Ein dynamischer kumulativer Prozess, der für alle Beteiligten über einen längeren Zeitraum Vorteile bringt, kann auf diese Weise in Gang gesetzt werden. Der Multiplikator spielt bei der Massenproduktion für den Massenkonsum eine zentrale Rolle.
Diese Idealtypen stellen keine Entwicklungsstufen dar und dürfen daher nicht als linear aufeinanderfolgende Phasen der Höherentwicklung missverstanden werden. |