Der logische Widerspruch ist eine falsche Abbildung von Beziehungen im menschlichen Denken. Zu Recht stellt die Logik den Anspruch, derartige Widersprüche auszuschließen.
Dies darf aber nicht mit dialektischen Widersprüchen verwechselt werden, die Teil realer Entwicklungsprozesse sind. Dinge sind und sind nicht. Sie können sich in ihr Gegenteil verwandeln, aus Heilpflanzen werden Gifte, negativ geladene Elektronen verwandeln sich in positiv geladene Positrone. Ein Elektron, das sich mit einem Proton vereint, wird wider Erwartung nicht zerstört, sondern erzeugt ein neues Teilchen, ein Neutron mit neutraler Ladung ((Woods, Grant 2002: 88). Derartige Widersprüche ergeben sich daraus, dass Prozessen gegensätzliche Dynamiken innewohnen. Dinge haben einen Tauschwert, der in Geld bemessen werden kann, und einen Gebrauchswert, der anzeigt, dass mit ihnen Bedürfnisse befriedigt werden. Die quantitative und qualitative Dimension von Dingen, ihre Allgemeinheit und ihre Besonderheit, gehören zusammen und bilden deshalb eine Einheit, wiewohl die Geldbewertung und die Nützlichkeit von Dingen oftmals auseinanderklaffen und derart zu Konflikten führen können. |