Eine Regulationsweise ist ein Strukturmodellfür eine bestimmte Phase kapitalistischer Entwicklung zu einem bestimmten Zeitpunkt und in einem bestimmten Raum und bezieht sich auf die Kohärenz struktureller Formen (Lohnverhältnis, Geldverhältnis etc.).
Der soziologische Begriff der Institution hilft zu verstehen, warum und wie Ordnung dauerhaft möglich wird. Menschen machen Dinge, weil sie daran gewöhnt sind, weil es Routinen sind, über die sie nicht weiter nachdenken. In der Früh arbeiten zu gehen und am Abend heimzukommen, erscheint als normal; Pflichtschulen, die das gleiche unterrichten, sind ebenso normal wie Fabriken, die ähnliches und ähnlich viel herstellen wie im Vorjahr. Aus den Erfahrungen der Vergangenheit lässt sich vieles für die Zukunft vorhersagen. Institutionen als stabilisierte Handlungsmuster stellen die Grundlage von wirtschaftlicher und politischer Ordnung dar. Gesellschaftsveränderung beinhaltet immer eine Veränderung dieser Institutionen, sie muss nicht nur mit einem Ereignis – einer politischen oder technologischen Revolution – alles umstürzen, sondern sie muss Routinen ändern. Das Internet mag eine nette Erfindung sein, solange aber keine Handlungsweisen verändert werden, ist die Erfindung sozial nicht relevant. Erst die Installierung von Bildschirmen am Arbeitsplatz und die Strukturierung der Arbeitsroutinen verändern Arbeitsweisen, erst der PC im Wohnzimmer, CD-Roms und Internet verändern Konsum- und Lebensstile. |