Pierro Sraffa führt mit seinem 1960 erschienen Buch "The Production of Commodities by Means of Commodities"die von Ricardo entwickelte klassische Arbeitswerttheorie fort und entwarf ein kohärentes System, in dem auch Kapitalgüter als Waren mit entsprechenden Arbeits-Inputs behandelt wurden. Damit entsteht eine vollständige relative Preistheorie auf Basis der Arbeitswertlehre. Relative Preise zwischen Gütern hängen dabei nicht zuletzt von der Verteilung zwischen Arbeit und Kapital, d.h. zwischen Lohn und Profit ab. Diese Verteilung wird als von außerhalb des ökonomischen Systems (etwa von sozialen Kräfteverhältnissen oder der Höhe des Zinses) bestimmt betrachtet und von Sraffa nicht weiter thematisiert. |