| Dispositive sind Anordnungen, die Diskurse und Praktiken strukturieren. Es wird darunter genauso das verstanden, was als Problem gesehen wird, wie auch die Art und Weise, wie Dinge angegangen werden. Lange Zeit stellte die Planung das dominante Dispositiv dar, danach wurde es vom Wettbewerb abgelöst. Heute ist Zeit für ein neues Dispositiv, d.h. für eine neue Selbstverständlichkeit bei der Lösung gesellschaftlicher Probleme, denn es ist hoch an der Zeit, dem Primat von Markt, Ware und Wachstum eine Grenze zu setzen. Es ist also Zeit für ein Dispositiv der Demokratie: Wo immer Probleme anstehen, ist davon auszugehen, dass die Demokratie die diskursive und praktische Anordnungen bereitstellt, dieses Problem zu lösen. |