Dem neuen Konsens darüber, was Entwicklung sei, trägt das Konzept des guten Regierens (good governance) Rechnung, das auf zwei Eckpfeilern fußt. Der eine universell gültige Eckpfeiler ist Demokratie und Rechtsstaat: Alle Menschen sollen das Recht haben, ihre politische Vertretung selbst zu wählen. In einem fairen Gerichtsverfahren sollen sie die Möglichkeit haben, zu ihrem Recht zu kommen. Menschenrechte sind unteilbare und universelle Rechte, und es ist Ziel von Entwicklungspolitik, diese überall durchzusetzen.
Als zweiter Eckpfeiler von Entwicklung gelten Marktwirtschaft und Kapitalismus. Wenn die Markt-Freiheit zu konsumieren und produzieren gewährt wird, sei Entwicklung nicht mehr weit. Demokratie und Marktwirtschaft liefern die Grundlage einer anzustrebenden Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung. Die Dritte Welt habe nicht nur in Bezug auf den Wohlstand, sondern auch in Bezug auf Institutionen nachzuholen. |