Logo
Internationale Politische Ökonomie
Mit Beispielen aus Lateinamerika
Ao. Prof. Dr. Andreas Novy
Abteilung für Stadt- und Regionalentwicklung, Wirtschaftsuniversität Wien
Home
Sitemap
Vorherige
Nächste
 up 4 Wissenschaftstheorie
 up 4.1 Positivismus

4.1.4 Politische Ökonomie und Positivismus

Die Wirtschaftswissenschaften basieren wesentlich auf dem Positivismus. Es werden allgemeingültige Zusammenhänge postuliert und getestet, wobei das empirische Datenmaterial dazu dient, eine mathematische Überprüfung von Hypothesen im Rahmen von Modellen vorzunehmen. Die Ökonomie wird entweder als selbststeuerndes System verstanden, das wie ein biologisches System zu beschreiben sei, oder sie wird als eine Maschine angesehen, die mittels technischer Intervention gesteuert werden kann. Im ersten Fall überwiegen die biologischen, im zweiten die physikalischen Metaphern.

Madidi Nationalpark

Der Positivismus bildet die Grundlage rationaler Intervention in die Gesellschaft und Ökonomie. Im Wirtschaftlichen stellt die Wirtschaftsplanung die wesentlichste Sozialtechnik dar. Diese liefert auf objektiver Basis, d.h. über den gesellschaftlichen Partikularinteressen stehend, Entscheidungsgrundlagen für die bestmögliche Steuerung der Ökonomie. Der Keynesianismus war im Fordismus die wichtigste Anwendung des Positivismus. Aber auch sozialliberale Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik basiert auf dem Positivismus. Die Ökonomisierung des Sozialen schafft Modelle, in denen Indikatoren objektiv die Wirklichkeit strukturieren.

Die Neoklassik basiert auf einer subjektiven Preistheorie. Dennoch lassen sie die subjektiven Nutzen als Indifferenzkurven beschreiben und sind somit objektiv abbildbar, d.h. die subjektive Preistheorie beansprucht objektive Gültigkeit.

 down 4.1.4.1 Sozialtechnik
 down 4.1.4.2 Planung
 down 4.1.4.3 Diskurs der Kompetenz
Hilfe Seitenanfang
Home Sitemap Suche Bilder Vorherige Nächste

Letzte Aktualisierung dieser Seite:
Öffne externe Links in neuem Fenster?

© Copyright "Lateinamerika-Studien Online"