Die Kunstlehre des Interpretierens eröffnet einen Raum, in dem die verschiedenen Disziplinen nicht aneinander vorbei, sondern miteinander kommunizieren. Interpretieren heißt ja abwägen, urteilen und Dialog führen. Genau dies sind Grundfähigkeiten jeder demokratischen Kultur. Es geht also um die Kunst des offenen Umgangs mit Menschen, der Kontextualisierung auch von alltäglichen Handlungen, und vielleicht als Allerwichtigstem geht es um den Umgang mit Widersprüchen. Die interpretative Sozialforschung sprengt somit den Elfenbeinturm des Wissenschaftssystem und wird dadurch zu einem Projekt demokratischen Zusammenlebens. |