Der Ökonomienobelpreisträger Amartya Sen definiert Entwicklung als Freiheit. Menschen sollen frei sein, was bedeutet, dass sie möglichst viele Möglichkeiten habensollen, das Leben so zu führen, wie sie sich dies vorstellen. Diese Definition ermöglicht einen universellen Geltungsanspruch genau deshalb, weil sie Gestaltungsraum für das Partikulare und Lokale schafft. Sie lenkt das Augenmerk auf die Handlungsmöglichkeiten, ohne aber die strukturellen Beschränkungen zu vergessen, denen viele Menschen ausgesetzt sind. Entwicklungszusammenarbeit steht daher vor der Herausforderung, strukturelle Zwänge nicht aus den Augen zu verlieren und gleichzeitig konkrete Schritte zu setzen, Handlungsspielräume zu erweitern. |