Neoliberalismus ist eine Form des Wirtschaftsliberalismus, der die Marktwirtschaft als höchstes Gut ansieht. Im Interesse einer freien Marktwirtschaft ist der Wettbewerb zu regeln, Marktmacht, allen voran Monopole, ist zu unterbinden. Ein Wettbewerbsrecht ist essentiell für das Funktionieren von Marktwirtschaften.
Der Begriff Neoliberalismus wird, in Anknüpfung an den klassischen Liberalismus, von einigen Ökonomen wie Friedrich August Hayek und Walter Eucken bei einer Konferenz in Genf im Jahr 1939 geprägt. Eucken ist der Begründer der sogenannten ‚Freiburger Schule‘, die unter dem einschneidenden Eindruck der sozialen Folgen der Weltwirtschaftskrise in Deutschland in den 1930er Jahren entsteht, jener Zeit, als Keynes in England seine wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Globalsteuerung des Wirtschaftsprozesses formuliert. Der politische Durchbruch sollte aber erst in den 1970er Jahren erfolgen. Er ist eng mit dem Namen Milton Friedman verbunden, wohingegen Hayek Vordenker eines autoritärliberalen Denkens wurde. |