Logo
Internationale Politische Ökonomie
Mit Beispielen aus Lateinamerika
Ao. Prof. Dr. Andreas Novy
Abteilung für Stadt- und Regionalentwicklung, Wirtschaftsuniversität Wien
Home
Sitemap
Vorherige
Nächste
 up 2 Ökonomische Theorien
 up 2.4 Politische Ökonomie
 up 2.4.3 Regulationstheorie
 up 2.4.3.2 Regulation

2.4.3.2.2 Regulierung

Regulierung ist die Form, wie der Staat zur Stabilisierung kapitalistischer Wirtschaften beiträgt. Der Staat reguliert vorrangig durch Gesetze, Vorschriften, Steuern und Subventionen.

Holzofen Xpuri-Acre-Brasil

Regulierung kann als Sozialmechanik mit dem Bild des Thermostat erklärt werden. Der Thermostat enthält einen Regler, der die Heizung einschaltet, wenn eine gewisse Temperatur unterschritten wird. Er ist daher ein Bild mechanischer Regulierung. Wenn die Gesellschaft eine Maschine ist, kommt dem Menschen als SozialtechnikerInnen die Rolle des Reglers zu. Im Fordismus übernahm der Nationalstaat die Aufgaben der Regulierung. Er hatte dafür zu sorgen, dass die Gesellschaft nicht aus dem Lot gerät. Es lag an den ExpertInnen des Staates, die geeigneten wirtschaftspolitischen Maßnahmen zu setzen, damit sich die Wirtschaft nicht „überhitzt“ oder sich die Konjunktur zu sehr „abkühlt“.

Historisch gesehen hat der Staat oftmals sogar Märkte überhaupt erst geschaffen. Es wurden staatliche Zwangsmaßnahmen angewandt, um die Bauern und Bäuerinnen zu enteignen, Armenhäuser zu schaffen und Steuern einzuführen und die Menschen zu zwingen, ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Die Regulierung der Arbeitsbeziehungen schuf damit den Arbeitsmarkt. Im Fordismus beruhte die staatliche Regulierung von Entwicklung auf der Praxis der Sozialtechnik als geplante Intervention in die Gesellschaft. Sozialtechnik beruht auf einem technischen Verständnis von Politik.

Hilfe Seitenanfang
Home Sitemap Suche Bilder Vorherige Nächste

Letzte Aktualisierung dieser Seite:
Öffne externe Links in neuem Fenster?

© Copyright "Lateinamerika-Studien Online"