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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 4 Klimatologie, oder: Klimatische Grundstrukturen und -prozesse in Lateinamerika
 up 4.4 Thermische Vertikalgliederung - tropische Höhenklimate

4.4.4 Lage und klimatische Eigenschaften der tierra helada

Tierra helada ist die Froststufe der Gebirge. Sie nimmt die Regionen über 3500/4000 m ein und weist meist ein Jahrestemperaturmittel von unter 6°C auf. Die täglichen Temperaturschwankungen sind extrem und betragen oft 40-50°C, ja sogar 60°C. Es ist keine Seltenheit, dass die Temperatur in der Nacht auf –20°C abkühlt, und die maximalen Bodentemperaturen unter Tags aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung auf bis zu 40°C steigen. Man kann sagen, dass während der starken nächtlichen Ausstrahlung jede Nacht der Winter einkehrt, unter Tags kann man aufgrund der intensiven Sonneneinstrahlung jedoch frühlings- bis sogar sommerliche Verhältnisse antreffen. Die Frostwechselhäufigkeit ist extrem hoch. Die Belastung ist hier nicht nur für den Menschen extrem. Auch das Gesteinsmaterial hat darunter zu leiden. Es kommt zu intensiver Schuttbildung. In vielen Teilen, etwa auf dem Altiplano oder in der Puna gibt es kein Wasser, um die Schuttmassen abzutransportieren – die Berge ertrinken förmlich in ihrem eigenem Schutt. Der Grad, mit denen Pflanzen den Boden überdecken, beträgt höchstens 10-15%.

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