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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 2 Geomorphologie, oder: Das Relief Lateinamerikas
 up 2.2 Regionale (Struktur-)Geomorphologie
 up 2.2.3 Formenschaft der Tiefländer

2.2.3.2 Dammufer und Umlaufseen

Die Stromlandschaft des Amazonas und seiner Nebenflüsse wird von Wasserstandschwankungen bestimmt. Der Strom schüttet Uferdämme auf, die aus Ablagerungen der höchsten Hochwässer gebildet werden und von normalen Hochwässern nicht mehr erreicht wird. Die Hochwasserdämme sind vor Hochwasser geschützt und sind für Ansiedlungen im Stromgebiet von großem Wert. Dorthin wird das Vieh zur Hochwasserzeit getrieben. Schwere Schäden treten dann auf, wenn extreme Hochwässer auch die Uferdämme überschwemmen. Vor den langgestreckten Uferdämmen dehnen sich die ausgedehnte Flussalluvialfläche der Várzea aus, die alljährlich von Hochwässern überflutet wird. An manchen Stellen halten sich Várzeaseen nach dem Hochwässer wochenlang. Várzeaflächen sind fruchtbar, da sie alljährlich von nährstoffreichen Schlammmengen versorgt werden. In der hochwasserfreien Zeit dient sie als wichtige Wirtschaftsfläche. Die Terra firme wird nie von Hochwässern betroffen und erhält daher auch keinerlei mineralische Düngung. Die Sedimentgesteine sind nährstoffarm. Werden sie unter Kultur genommen, verarmen sie schnell.

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