Südamerika wird durch drei große Tiefländer charakterisiert, das Orinoco-, Amazonas- und La-Plata-Tiefland. Während die Llanos des Orinoco und Amazonien jeweils von einem großen Strom beherrscht werden, so gehören zur La-Plata-Ebene unterschiedliche Flüsse (Uruguay, Paraguay, Paraná), aber auch abflußlose Becken (Pantanal, Mato Grosso, Gran Chaco) und die Pampa bis zum Río Negro. Die Formen werden durch die Intensität des fließenden Wassers, Wassermenge, Fließgeschwindigkeit, Abflussregime und Sedimentführung bestimmt (Hydologie). Hier werden weniger die bildenden Kräfte und Prozesse, als vielmehr die Formen beschrieben. In Mittel- und Zentralamerika fehlen die großen fluvial geprägten Tiefebenen. Dort sind es eher Küstentiefländer, die im Kontrast zu den Kordilleren, Mittelgebirgen und Karstlandschaften stehen. Sie unterliegen den Bildungsgesetzen der Küste. |