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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 1 Geologie, oder: Die Gesteinswelten Lateinamerikas
 up 1.3 Regionale Geologie
 up 1.3.2 Geologischer Aufbau Mittelamerikas
 up 1.3.2.1 Das Festland Mittelamerikas

1.3.2.1.6 Die Lagerstätten Zentralamerikas

Zentralamerika ist im Vergleich zu anderen Bereichen Lateinamerikas (Mittelamerika, Anden, Brasilien) nicht besonders reich an Lagerstätten. Besonders nach dem zweiten Weltkrieg wurde dennoch die Suche nach Erdöl intensiviert.An paläozoische Granite sind die muscovit-führenden Pegmatite Zentralguatemalas gebunden, insbesondere in der Sierra de Chuacús. Hier wird vor allem Quarz abgebaut. Sonst sind die sauren Intrusiva arm an begleitenden Mineralien.

Die wichtigsten Erzlagerstätten stehen in Verbindung mit jüngerem saurem bis intermediärem Magmatismus. Die Magmen drangen nach der kreidezeitlichen Sedimentationsperiode infolge heftiger Krustenbewegungen auf und erstarrten zum einen als Plutone, oder förderten gewaltige Magmamassen in Vulkanen zutage. Wichtige Lagerstätten dieses Typus sind

  • die Eisenerzlagerstätten von Monte Carmelo (Nicaragua) und Algalteca (Honduras)
  • Beilzinklagerstätten von Metapán (El Salvador) und Alotepeque (Guatemala) und Bleizinklagerstätten in permischen und krestazischen Kalken Mittelguatemalas
  • Kupfererze von Santa Rita (Nicaragua)
  • Goldquarzgänge von Agua Fría und Rosario (Honduras), Pis Pis (Nicaragua), Abangares und Monte del Aguacate in Costa Rica
  • unergiebige Antimon- und Quecksilbervorkommen

Die Goldsilbererzgänge El Salvadors, Antimonquarzgänge Guatemalas, von Honduras und Nicaragua sind durchwegs an tertiäre Vulkanite gebunden. Auch Manganfunde in Costa Rica und Panama sind diesem Typus zuzuordnen.

Der quartäre und rezente Vulkanismus hat bislang nur unbedeutende solfatarische Schwefellagerstätten erzeugt.

Seifen sind in vielen Flüssen verbreitet. Dort wird Gold gewaschen, ebenso gibt es, freilich weniger ergiebige, Platinseifen. Magnetit- und Ilmenitseifen sind in rezenten und vorzeiltlichen Strandsanden weit verbreitet.

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