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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 1 Geologie, oder: Die Gesteinswelten Lateinamerikas
 up 1.3 Regionale Geologie
 up 1.3.2 Geologischer Aufbau Mittelamerikas
 up 1.3.2.1 Das Festland Mittelamerikas

1.3.2.1.5 Küstenbereiche und Tiefländer

Parallel zu den Kettengebirgen des nördlichen Zentralamerikas sind Talzonen als tektonische Gräben eingesunken, deren Struktur sich im Caymangraben und den Caymaninseln fortsetzt. Auch auf Haiti sind ähnliche Strukturen zu beobachten. Die Insel ist ebenfalls in einzelne Horste und Gräben untergliedert.

Diagonal zu diesen Strukturen erstreckt sich in Nordhonduras das breite Becken des Río Ulua. Jenseits der Wasserscheide nach El Salvador setzt sich diese Struktur in der Senke des Río Comayaga und im Tal des Río Gascorán fort. Auch der Golfo de Fonseca ist Bestandteil der Struktur, die die sonst einheitliche Küstenlinie in auffälliger Weise unterbricht. Dieser Nord-Süd gerichteter Verlauf wird ebenfalls als Bruchsystem gedeutet.

Das auffälligste Tiefland Zentralamerikas ist die Senke von Nicaragua, die von den Wasserflächen des Nicaragua- und Managuasees eingenommen wird. Über das Tiefland des Río San Juan zieht sich die Tiefenzone bis an das karibische Meer. Die Ebene steht im Gegensatz zu den Vulkanketten in der Umgebung und der Maraibo-Kette. Ein eindruckvolles Bild bieten die beiden Vulkane , die als Isla de Ometepe aus dem Nicaraguasee aufragen. Bis ins Pliozän war die Senke noch Meeresraum, trennte Nord- und Südamerika und stellt heute noch eine wichtige biologische Grenzregion dar, in der sich nord- und südamerikanische Lebenswelt begegnen. Steilstufen, insbesondere am SW-Rand des Vulkanplateaus von Mittelnicaragua und westlich der Hauptstadt Managua, aber auch zahlreiche junge Vulkane und eine bis heute rege Erdbebentätigkeit machen es wahrscheinlich, dass an der Entstehung der Senke Bruchsysteme beteiligt sind. Auffällig ist auch die parallele Anordnung zur pazifischen Küstenlinie.

Küstenebenen sind vor allem an der karibischen Küste Nicaraguas und an den pazifischen Küsten von Guatemala und El Salvador aufgeprägt. Auch in Costa Rica und Panama sind die Bergländer von ausgedehnten Tiefländern umgeben, die einen Übergang zum Schelfmeer darstellen.

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