Logo
Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
Home
Sitemap
Vorherige
Nächste
 up 1 Geologie, oder: Die Gesteinswelten Lateinamerikas
 up 1.3 Regionale Geologie
 up 1.3.2 Geologischer Aufbau Mittelamerikas
 up 1.3.2.1 Das Festland Mittelamerikas

1.3.2.1.4 Das Bergland des südlichen Zentralamerikas

Nach den letzten großen Vulkanbauten Nicaraguas und Costa Ricas, der allerletzte ist der Volcan Barú, bereits in Panama (3478 m), beginnt die letzte große geologisch-morphologische Einheit der Gebirge Mittelamerikas und zwar das Gebirge des Isthmus.

Der nordwestliche Teil ist aus gefalteter Kreide und Tertiär aufgebaut und bildet den schmalen Streifen zwischen Nicaraguasee und dem Pazifik und taucht gen Südosten unter die Vulkanmassen der Cordillera del Guanacaste in Costa Rica.

An diese Cordillera setzt ein weiterer Gebirgszug an, der von zahlreichen Vorgebirgen begleitet wird, die ihrerseits aus stark vulkanisch beeinflusstem Alttertiär aufgebaut sind.

Dieser ist die Cordillera de Talamanca mit Höhen weit über 3500 m. Ihr höchster Gipfel, der Cerro Chirripó (3820 m) ist der höchste nichtvulkanische Berg Mittelamerikas. Der innere Bau ist komplex und besteht aus eozänen und oligozänen gefalteten Sedimenten, intitialen Vulkaniten sowie einem großen, jungtertiären Pluton. Der Formenschatz ist durch tief eingeschnittene Täler und tertiäre Flächensysteme bestimmt, weist aber in höchsten Lagen auch Spuren eiszeitlicher Vergletscherung auf.

In Panama setzt sich der Gebirgszug ohne Unterbrechung als Sierra de Tabasará fort, die ganz allmählich zur Senke der Kanalzone abdacht. Einzelne Vulkankegel sind ihr aufgesetzt, derVolcan Barú bildet die höchste Erhebung des Landes. Von den Vulkanen und einer Zone mit permischen Schichtgesteinen abgesehen, bestehen die Bergketten Panamas überwiegend aus tertiären Sedimenten. Nicht vergessen darf man, dass diese Regionen noch im Pliozän zum Meeresbereich zählten.

Auf der anderen Seite des Kanals erreichen die Sierra de San Blas und die Sierra de Darién nur mehr geringe Höhen von unter 1000 m. Sie tauchen schließlich im Süden unter die Atrato-Senke unter.

Bemerkenswert sind zahlreiche Halbinseln die die Hauptachse des Isthmus begleiten: Santa Elena, Nicoya, Osa, Burica, Soná und Azuero (von Nordwest nach Südost). Sie bestehen im Unterschied zur Hauptachse aus mesozoischen Sedimenten, ihre Anordnung lässt eine Verbindung zum kolumbianischen Küstengebirge vermuten. Dagegen spricht jedoch, dass die Halbinseln nicht aus vulkanischen, sondern aus Sedimentgesteinen aufgebaut sind.

Hilfe Seitenanfang
Home Sitemap Suche Bilder Vorherige Nächste

Letzte Aktualisierung dieser Seite:
Öffne externe Links in neuem Fenster?

© Copyright "Lateinamerika-Studien Online"