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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 1 Geologie, oder: Die Gesteinswelten Lateinamerikas
 up 1.3 Regionale Geologie
 up 1.3.2 Geologischer Aufbau Mittelamerikas
 up 1.3.2.2 Mexiko

1.3.2.2.1 Das Hochland von Mexiko

Der Hauptteil des Landes wird von einem Hochlandblock gebildet, der den südlichen Ausläufer des nordamerikanischen Kontinentes darstellt. Seine Breite nimmt von 1600 km an der Grenze zur USA bis auf 210 km an der Landenge von Tehuantepec ab.

Das Hochland erstreckt sich zwischen der Sierra Madre Occidental und der Sierra Madre Oriental. Die durch den Golf von Kalifornien abgetrennte Halbinsel Kalifornien stellt eine Fortsetzung der Coast Range Kaliforniens dar. Weiter im Süden klingt sie mit der Sierra Madre del Sur auf dem Festland aus. Den südlichen Abschluss des Hochlandes bildet eine Reihe noch tätiger Vulkanberge, die als vulkanische Achse, als Sierra Volcánica Transversal oder auch als Tarasker-Nahua-Gebirge bezeichnet. Die Ostabdachung ist steil. Gegen Süden folgt eine Ausgleichsküste vom Haff-Nehrungs-Dünenwalltypus, also eine vorrückende Küste mit herrlichen, teils gewaltig großen Haffs und Dünen, die in ihrer Höhe an die höchsten Dünen Europas an der französischen Atlantikküste heranreichen.

Im Mesozoikum war das heutige Süd-Mexiko freilich noch vom Meer überflutet. Noch bis in die späte Kreidezeit bestand zwischen Nord- und Südamerika keine Landverbindung. Erst in dann setzten durch Druck von Nordosten Hebungs- und Faltungsphasen ein. Gleichzeitig erfolgten magmatische Intrusionen, sowie rascher Magmenaufstieg und die Bildung vulkanischen Decken und Kegeln. Im Tertiär und Quartär folgten weitere Eruptionen, die im wesentlichen den Untergrund des westlichen Mexikos bilden. Auf atlantischer Seite lagerten sich mächtige Schichtpakete der älteren Kreide ab, die heute an der Oberfläche zu finden sind. Kreidezeitliche Ablagerungen finden sich auch in den westlichen Berg- und Hügellandschaften Niederkaliforniens (Baja California), der aus alten Graniten und kristallinen Schiefern aufgebaut wird.

Tertiäre Sedimente von größerer Mächtigkeit lagern nur im Bereich südlich des Río Grande del Norte an der Oberfläche. Die trockenen Beckenlandschaften von Sonora und dem Bolsón de Mapimi werden von quartären Schuttmassen, erfüllt da hier die physikalische Verwitterung (Insolation) sehr intensiv ist und das Material bei den seltenen aber dafür umso heftigeren Regengüssen (Schichtfluten) von den Berghängen abgespült wird.

Paläozoische Ablagerungen bilden fast überall die Basis für jüngere Ablagerungen und sind somit meist von diesen bedeckt.

Südlich der Senke des Río Balsas hingegen, eigentlich schon Bestandteil Mittelamerikas, begrenzt die Sierra Madre del Sur das Hochland von Mexiko endgültig auch orographisch. Sie besteht aus Paläozoischen und proterozosichen Sedimentgesteinen, alten Gneisen ud kristallinen Schiefern.

 down 1.3.2.2.1.1 Reichtümer der Erde
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