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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 2 Geomorphologie, oder: Das Relief Lateinamerikas
 up 2.1 Allgemeine Geomorphologie
 up 2.1.1 Reliefbildende Prozesse
 up 2.1.1.8 Karst

2.1.1.8.1 Karstformenschatz

Doline in Chiapas

In Lateinamerika gibt es zahlreiche Karstlandschaften. Anders als in Europa werden die meisten Karstgebiete durch (tropischen) Vollformenkarst charakterisiert, während die (mediterranen) Hohlformen und Lösungsformen weniger stark ausgeprägt sind. Karstvollformen sind Kuppen, Kegel und Türme (auf Kuba: Mogotes), die sich nach einer Karstrandebene anordnen. Sie treten vergesellschaftet mit Karsthöhlen auf. Vielfach sind Kegel und Türme von Sintertapeten überzogen. Derartige Versinterungen finden sich auch an Stromschnellen, Katarakten und Wasserfällen der Gewässer, die durch Karstregionen fließen. Sie bilden übereinandergeschachtelte, natürliche Becken.

Kalksinterterrassen, Agua Azul, Mexiko

Der mediterrane Karst tritt in den humiden Tropen nur sekundär in Erscheinung. In ariden Regionen einiger Karibikinseln (jeweils leeseitig) und etwa auf der Halbinsel Yucatan und in Chiapas finden sich jedoch Trockentäler, Dolinen, Poljen, Sonore, sowie küstennah auch überflutete Karstrinnen. Auch Kleinformen des nackten Karstes sind vor allem in den ariden Gebieten zu finden (Karrenkarst).

Grafik: Karstlandschaft

Grafik: Entstehung einer tropischen Turm- und Kegelkarstlandschaft

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