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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 2 Geomorphologie, oder: Das Relief Lateinamerikas
 up 2.1 Allgemeine Geomorphologie
 up 2.1.1 Reliefbildende Prozesse
 up 2.1.1.7 Marine und limnische Prozesse
 up 2.1.1.7.5 Marine Abrasion

2.1.1.7.5.1 Kliffs

Wichtigste Einflussgrößen für die Entwicklung von Kliffs sind

  • die Stärke der Brandung am Kliff-Fuß
  • die Beschaffenheit des Gesteins (morphologisch hart oder weich, klüftig, tektonisch beansprucht, geschiefert, gebankt etc.)
  • das Relief der Küste.
Zum Formenschatz von Kliffen gehören Brandungshohlkehlen, -höhlen, -gassen und -tore. Sie entstehen infolge der ständigen Unterminierung des Kliffs aufgrund des Wellenangriffes.

Drei Grundtypen an Kliffen sind zu unterscheiden:

Brandungskliffe sind von steiler Beschaffenheit. ihre Formung geschieht vom Meer

Zusammengesetzte Kliffe werden vom unteren Teil her vom Meer geformt, der obere Teil vom Land her, besonders dann, wenn Gestein für Massenbewegungen anfällig ist.

Abtauchende Kliffe tauchen ins Meer ein und setzten sich dort bis in größere Tiefe fort. Aufgrund der Tiefe des Meeresbodens entstehen keine Brandungskliffe, Sand und Geröll als Stoßwaffen stehen ebenfalls nicht zur Verfügung - es herrscht weitgehende Formungsruhe.

Ein aktives Kliff wird zu einem inaktivem Kliff, wenn die Brandung den Kliff-Fuß nicht mehr erreicht (infolge anwachsender Abrasionsplattform, Meeresspiegelschwankungen, Eingriffe des Menschen). Die marine Formung fehlt nun und die weitere Entwicklung ist durch terrestrische Hangdenudation gesteuert.

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