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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 2 Geomorphologie, oder: Das Relief Lateinamerikas
 up 2.1 Allgemeine Geomorphologie
 up 2.1.1 Reliefbildende Prozesse
 up 2.1.1.4 Hangformung durch Spülprozesse - Denudation - Bodenerosion

2.1.1.4.1 Flächenbildung

Ein Großteil der exogenen Landformung geht auf Tal- oder Flächenbildung zurück. Klimagenetisch ist die Talbildung typisch für die Subarktis und Bereichen mit ganzjährigem oder jahreszeitlichem Niederschlag. Flächenbildung tritt vor allem in den wechselfeuchten bzw. trockenen Tropen und Subtropen auf. In humiden Klimabereichen können Täler und Flächen nebeneinander Auftreten. In zwei klimamorphologischen Zonen Lateinamerikas herrscht gleichzeitig Flächen- und Talbildung.

  • Polargebiete und Hochgebirgsbereiche: hier wirkt die sogenannte Kryoplanation, die Flächenbildung infolge periglazialer Solifluktion. Die Landschaft der Puna oder des Altiplanos sind sowohl durch Glatthänge, als auch durch Talbildung geprägt.
  • Semiaride Bereiche: Hier sind die Randbereiche von Bergländern von mächtigen Fußflächen (Pedimenten) umschlossen, die aber gleichzeitig durch größere Flusssysteme zerschnitten werden. Einerseits wirkt der ausschließlich als Starkregen fallende Niederschlag denudativ, andererseits auch tiefenerosiv, da sich das abfließende Wasser bei größerer Neigung, oder größerem Wasserangebot in Abflussrinnen konzentriert.
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