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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 2 Geomorphologie, oder: Das Relief Lateinamerikas
 up 2.1 Allgemeine Geomorphologie
 up 2.1.1 Reliefbildende Prozesse
 up 2.1.1.3 Fluviatile Reliefformung

2.1.1.3.4 Talterrassen

Verflachungen, die einen gleichmäßig geneigten Hang unterbrechen, werden bei größerer Breite als Terrassen bezeichnet.

Die Entstehung kann

  • rein strukturbedingt sein, also durch das Ausstreichen widerstandsfähigerem Gestein unter leichter abzutragenden Schichten. Das Ergebnis sind Strukturkanten, bzw. Struktur- oder Denudationsterrassen.
  • erosionsbedingt sein. Man spricht in diesem Fall von Tal- oder Flussterrassen, die durch heute durch Tiefenerosion außer Kraft gesetzte, ehemalige Talböden darstellen. Sie begleiten Talzüge oft über mehrere Kilometer und liegen in mehr oder weniger großer Höhe über dem Talboden. Ihr entstehen geht z.B. durch seitliche Erosion auf anstehendem Fels zurück, oder auf Akkumulation von Schottern in früheren Klimaperioden.
Terrassen bezeichnen also ohne Zweifel Stillstandsphasen der Tiefenerosion und sind somit wichtige Zeitmarken in der Interpretation der Reliefgenese. Diese ehemaligen Terrassen werden durch die Wiederbelebung der Tiefenerosion außer Kraft gesetzt. Dies kann durch eine Vermehrung der Wasserführung, tektonische Hebung des Abtraggebietes, eustatischer Absenkung des Meeresspiegels, oder etwa durch Laufverkürzungen (z.B. Abschnürung von Mäanderbögen, künstl. Flussbegradigungen) hervorgerufen werden.

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