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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 4 Klimatologie, oder: Klimatische Grundstrukturen und -prozesse in Lateinamerika
 up 4.3 Effektive Klimatologie - Klimatologische Zonierung Lateinamerikas nach KÖPPEN

4.3.1 Charakterisierung der Haupttypen

Die Köppensche Klimaklassifikation gründet also auf den Beziehungen zwischen Klima und Vegetation. Die abgrenzenden Schwellen- oder Andauerwerte basieren entweder auf dem Vergleich mit geeigneten Vegetationsgrenzen, oder sie stellen Zahlenwerte klimatischer Größen dar, die nachweislich Einfluss auf die Vegetation haben.

Das System verwendet einen Buchstabenschlüssel, mit dem die großen Klimagruppen und ihre Untergruppen hinsichtlich jahreszeitlicher Besonderheiten der Temperatur und des Niederschlages definiert werden.

Die fünf Großbuchstaben bezeichnen die großen Klimagruppen, wobei für Lateinamerika nur drei, nämlich A, B und C von Relevanz sind. E-Klimate kommen nur im südlichsten Südamerika vor:

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B-Klimate sind durch das Verhältnis Niederschlag zu Verdunstung gekennzeichnet, der Rest durch die Temperaturverhältnisse. A, C und D-Klimate bieten genug wärme und Niederschlag zum Wachstum von Hoch- und Buschwäldern.

Ein zweiter Buchstabe dient der näheren Unterscheidung der großen Gruppen:

S Semiarides Klima
W Arid (Wüste) – Die Großbuchstaben werden nur für B-Klimate verwendet
f feucht. Ausreichender Niederschlag in allen Monaten, keine Trockenzeit (wird für Klimate der Gruppen A, C und D verwendet
w Trockenzeit im Winter der jeweiligen Halbkugel
s Trockenzeit im Sommer
m Regenwaldklima, trotz kurzer Trockenzeit

Aus der Kombination der beiden Buchstabengruppen ergeben sich verschiedene Kombinationen:

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In der Karte scheint zusätzlich zu den zwei Buchstaben häufig ein dritter auf, um weitere Klimavariationen anzuzeigen, die in Lateinamerika wichtige Differenzierungen innerhalb eines Klimatypus ergeben:

a Mit heißem Sommer; die Mitteltemperatur des wärmsten Monats ist höher als 22°C. Wird für C- und D-Klimate verwendet
b Mit warmen Sommer; die Mitteltemperatur des wärmsten Monats ist niedriger als 22°C. Wird für C- und D-Klimate verwendet
c* Mit kühlem, kurzen Sommer; weniger als vier Monate haben eine Mitteltemperatur über 10°C. Wird für C- und D-Klimate verwendet
d* Mit sehr kaltem Winter; Mitteltemperatur des kältesten Monats unter –38°C. Nur für D-Klimate.
h Heiß und trocken. Mittlere Jahrestemperatur liegt über 18°C. Nur für B-Klimate
k Kalt und trocken. Mittlere Jahrestemperatur liegt unter 18°C. Nur für B-Klimate
* kommt nicht in Lateinamerika vor.

Weitgehend unberücksichtigt bleibt dabei die Veränderung der Klimas mit der Höhe, weshalb eine klimatische Vertikalgliederung die fehlenden Elemente der Köppenschen Klimaklassifikation (in manchen Erweiterungen einfach als H – Hochlandklimate bezeichnet) ergänzt.

 down 4.3.1.1 A-Klimate in Lateinamerika
 down 4.3.1.2 B-Klimate in Lateinamerika
 down 4.3.1.3 C-, D- und E-Klimate in Lateinamerika
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