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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 1 Geologie, oder: Die Gesteinswelten Lateinamerikas
 up 1.3 Regionale Geologie
 up 1.3.1 Geologischer Aufbau Südamerikas
 up 1.3.1.4 Die Lagerstätten in Südamerika
 up 1.3.1.4.2 In den Anden

1.3.1.4.2.3 Erdöl und Kohle

Die vorandinen Erdöllager sind immer noch unzureichend erforscht, wodurch Vorratsschätzungen schwierig werden. Vermutet werden zudem riesige Mengen an Erdgas. In den Andenvorländern Kolumbiens, Ecuador, Peru und Boliviens werden im Bereich der Quellflüsse des Amazonas Ölreserven von ungefähr 2 Mrd. t vermutet.

Ölraffininerie in Mendoza, Argentinien

Innerandin ist seit langem die Senke des Río Magdalena zwischen Zentral- und Ostkordillere als wichtiges Fördergebiet bekannt. Hinzu kamen Förderbereiche im Nordosten an der Grenze zu Venezuela und im Süden in der Provinz Putumayo/Kolumbien. Weitere Vorkommen in Kolumbien werden in der Senke von Atrato und auf der Halbinsel Guajira vermutet.

Wurden in Ecuador und Peru vorerst nur kleine Bereiche auf Erdölhöffigkeit untersucht, so erforscht man seit 1970 riesige Vorkommen im subandinen Vorland. In Ecuador ließ die Erschließung dieser Vorräte entlang und vor allem nördlich des Río Napo Erdöl statt der bis dahin führenden Bananen zum wichtigsten Exportgut werden. Peru könnte von reichen Lager im Becken des Rio Marañon und des Río Ucayali profitieren. Bolivien fördert Edöl südlich von Santa Cruz und Bermejo, wo auch große Erdgasmengen festgestelt wurden.

Argentinien hat in mehreren Teilen des Landes reiche Erdöl- und Erdgasvorkommen aufzuweisen. Die schon früh erschlossenen Reserven bei Commodoro Rivadavia machen heute nur mehr 18-19% der Fördermenge des Landes aus. Die großen Becken der Provinzen Mendoza und Neuquén liefern nur 45 % der Erdöl und 35 % der Erdgasproduktion.

Bis auf Chile, das ca. 30-40% des nationalen Bedarfs fördert, sind alle Andenstaaten in der Lage, mit ihren Erdöllagerstätten den Eigenbedarf zu decken oder sogar, wie Ecuador und Venezuela, Erdöl zu exportieren.

Die reichsten Vorkommen an Kohle lagern in den jungen Sedimenten Kolumbiens. Neben kleineren Lagerstätten aus der Oberkreide und Tertiär in der Ost- und Zentralkordillere wird seit 1984 auf der Halbinsel Guajira Tagbau an 40 Flözen mit 3 bis 10 m Dicke betrieben wird. Man nimmt Vorräte von einigen Mrd. t von guter Kesselkohle an, womit Kohle zu einem wichtigen Exportfaktor Kolumbiens geworden ist.

Kleinere Kohlebergwerke gibt oder gab es in Argentinien, Peru und Chile.

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