Logo
Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
Home
Sitemap
Vorherige
Nächste
 up 1 Geologie, oder: Die Gesteinswelten Lateinamerikas
 up 1.3 Regionale Geologie
 up 1.3.1 Geologischer Aufbau Südamerikas
 up 1.3.1.4 Die Lagerstätten in Südamerika
 up 1.3.1.4.2 In den Anden
 up 1.3.1.4.2.1 Erzlagerstätten

1.3.1.4.2.1.2 Zinn

Potosí

Östlich des Altiplano in Bolivien entwickelten sich in der Cordillera Real die größten und reichsten Zinnerzkonzentrationen der Erde. Man spricht von der großen Zinn-Wolfram-Antimonprovinz Boliviens. Die Lagerstätten erstrecken sich in einem schmalen Streifen etwa 900 km durch Bolivien. Zinn ist das wichtigste Abbauprodukt des Landes. Der Abbau erfolgt meist untertage und bringt als Nebenprodukte auch häufig Wismut, Wolfram, Silber, Blei, Antimon und Zink hervor. Die Lagerstätten entstanden während komplexer magamtischer Prozesse, als in die mächtigen paläozoischen Sedimentserien der Cordillera Real und seiner südlichen Ausläufer in zwei Phasen, eine während der oberen Trias, die zweite im Tertiär (29-19 Mio. Jahre), Plutone eindrangen. Diese Ereignisse führten zu Zinn-Wolfram-Erzgängen. Aus diesem Bildungszyklus entstand auch der bereits in kolonialer Zeit ausgebeutete Reichtum des Cerro Rico in Potosí. Damals waren diese Silberminen die größten der Erde. Der Erzreichtum setzt sich bis nach Nordargentinien fort, die Zinnmineralisation bleibt allerdings auf Bolivien beschränkt.

Hilfe Seitenanfang
Home Sitemap Suche Bilder Vorherige Nächste

Letzte Aktualisierung dieser Seite:
Öffne externe Links in neuem Fenster?

© Copyright "Lateinamerika-Studien Online"