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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 1 Geologie, oder: Die Gesteinswelten Lateinamerikas
 up 1.3 Regionale Geologie
 up 1.3.1 Geologischer Aufbau Südamerikas
 up 1.3.1.4 Die Lagerstätten in Südamerika
 up 1.3.1.4.1 Ausserandine Lagerstätten

1.3.1.4.1.2 Mangan

Manganvorräte werden allein in Brasilien auf 100 Mio. t geschätzt. Die wichtigsten Lagerstätten liegen in der Serra do Navio Amapá/Brasilien, nördlich der Amazonasmündung und in Lafaiete im Staat Minas Gerais.

Die Serra do Navio bildet das östliche Ende eines bogenförmigen Mangan-Gürtels, der in der Sierra de Itacama in Venezuela beginnt. Primär wurden sie als Karbonate oder Oxide gebunden abgesetzt.Bei lateritischer Verwitterung im tropischen Wechselklima geht das Mangan in Lösung und wird als Oxid ausgefällt. Ähnliche Prozesse führten auch in Guyane und Surinam zu reichen Manganlagerstätten. Die Masse der abbauwürdigen Reicherzkörper wird auf über 25 Mio. t. mit über 40 % Mangan-Gehalt geschätzt.

Manganführende Serien in der Nähe von Lafaiete östlich von Belo Horizonte entstanden in komplizierten Syneklisen auf dem archaischen Untergrund. Zwischen Amphiboliten und Metamorphiten sind immer wieder Mangan-Karbonate und Manganoxide zwischengeschaltet. Ursprüngliche Mangansilikate und -karbonate wurden nach Abtragung und Verwitterung zu oxidischen Reicherzkörpern der seltenen Erze mit Kryptomelan und Pyrolusit umgeformt.

Ein weites Vorkommen an Mangan, allerdings in einer völlig anderen Umgebung, ist in Corumbá an der bolivianischen Grenze zu finden. Vor allem das Alter der Gesteine der Lagerstätten unterscheidet sich deutlich von anderen. Das äußerst abgelegene und schwer zugängliche Gebiet soll 100 Mio. t. Manganreicherz bis zu 52 %, sowie 100 Mio t Eisenerz enthalten. Die Erze sind im Urucum-Komplex, aufgebaut aus mehreren hundert Meter mächtigen Kongomeraten, enthalten, der etwa 600 Mio Jahren im Jungproterozoikum entstanden ist. Die Herkunft des Eisens und Mangans wird durch sekundären Eintrag durch Verwitterung erklärt.

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