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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 1 Geologie, oder: Die Gesteinswelten Lateinamerikas
 up 1.2 Aufbau der Erde
 up 1.2.2 Minerale und Gesteine
 up 1.2.2.3 Sedimentgesteine
 up 1.2.2.3.3 Chemische Sedimente

1.2.2.3.3.1 Karbonatgesteine

Zu den Karbonatgesteinen gehören Kalkstein (CaCo), Dolomit (CaMg[CO]), sowie das seltener zu findende, aber als Erz geschätzte Siderit (FeCO). Für die Karbonatgesteine gilt, dass sie sich aus Mineralen gleichen Namens zusammensetzen. Da sie oft gemeinsam entstehen, kommen sie auch als Mischgesteine vor (kalkige Dolomite, dolomitische Kalksteine, etc.) Karbonatische Ablagerungen treten häufig gemeinsam mit feinkörnigen klastischen Sedimenten auf, insbesondere mit tonigen Sedimenten. Solche Mischgesteine nennt man Mergel, bzw. Mergelsteine.

Karbonatisches Material dient auch häufig als Porenfülle, bzw. Bindemittel für klastische Sedimente.

Die Karbonatausfällung wird im Wesentlichen gesteuert durch die Faktoren Temperatur, Salinität und Wassertiefe. Günstige Bildungsbedingungen für Kalke findet man heute in äquatornahen Bereichen zwischen 30°N und 30°S. Kalkabscheidende Organismen, etwa Tiere mit Skeletten aus karbonatischer Substanz (Mollusken, Korallen) leben in warmen, lichtdurchfluteten Flachwasserbereichen, während am Boden der Ozeane planktonisch lebende Kalkschaler (z.B. Foraminiferen) zu Kalkschlamm werden.

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