Die wichtigsten magmatischen Gesteine und ihre Eigenschaften:
Nach der stofflichen Zusammensetzung lassen sich die Magmatite in weitere zwei Gruppen unterteilen, wobei sowohl „Granitoide“, als auch Basalte in beiden Einheiten vorkommen.
Es wird je nach Verhältnis von Kalzium zu Natrium und Kalium [Ca:(Na+K)] zwischen der
- Kalkalkali-Reihe und der
- Alkali-Reihe unterschieden
Eine weitere Möglichkeit der Unterteilung hält sich am SiO2-Gehalt der Magmatite.
SiO2-arme Gesteine sind basische Magmen, die aus farbigen, bzw. dunklen eisen- und magnesiumhältigen Mineralen zusammengesetzt werden. In der Fachsprache nennt man sie melanokrate Gesteine.
SiO2-reiche Gesteine haben einen hohen Kieselsäuregehalt. Man spricht von leukokraten Gesteinen. SiO2-Überschuß wird als Quarz, reines SiO2, ausgeschieden.
Wie bereits erwähnt kann man nach der Stellung des Gesteinskörpers und seines Geologischen Alters unterscheiden:
Demnach gibt es plutonische und vulkanische Gesteine. Hinzu kommen noch Ganggesteine, die eine vermittelnde Stellung einnehmen. Weitere Einteilungsmöglichkeiten sind Erstarrungsbedingungen und Gefügeausbildung
A. Vulkanite (Extrusivgesteine); Förderprodukte der Vulkane:
- Vulkanite: Lava
- Vulkanische Lockerstoffe (Pyroklastika):
Tuffe: Vulkanische Aschen
Lapilli: größere Bestandteile vulkanischer Aschen
Wurfschlacken: erstarren in der Luft
Bomben: große Lavabrocken
Bimssteine: sind an sehr viskose und stark explosive Magmen gebunden. Von der plötzlichen Druckentlastung entbundene Gase blähen das schnell erstarrende Lockermaterial auf. Hohe Porosität
Ignimbrite: bilden große Decken von Glutwolkenabsätzen, die bei großer Hitze verschweißt sind. Sie bilden Geteine saurer, oder intermediärer Zusammensetzung
- Vulkanische Gase (eigentlich bereits postvulkanisch)
Fumarolen: Stellen, an denen heiße H2O-Dämpfe austreten
Solfataren: H2S-hältige Gasquellen
Mofetten: kohlensäurereiche Dämpfe und trockene Exhalationen bilden die letzten vulkanischen Regungen
B. Plutonite (Intrusivgesteine)
Form und inneres Gefüge der Plutone zu erfassen ist schwierig, da das heutige Erscheinungsbild eigentlich nur das durch Erosion freigelegte Dach darstellt. Man bezeichnet die sich nach unten ausbreitenden Schmelzmassen als Batholithe, die in verschiedenen Formen auftreten können.
Stockwerkartig ausgebildete, verästelte Gebilde nennt man Lakkolithe. |