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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 1 Geologie, oder: Die Gesteinswelten Lateinamerikas
 up 1.3 Regionale Geologie
 up 1.3.1 Geologischer Aufbau Südamerikas

1.3.1.3 Die Anden - ein kurzer Überbilck

Vulkan Chimborazo (Ecuador)

Die Anden, in Mittelamerika die Kordilleren, begleiten Lateinamerika in seiner ganzen Ausdehung von Nord nach Süd und sind somit mit je nach Zählung 7.500-9.000 km Länge das längste Gebirge der Welt, unter Einschluß der nordamerikanischen Gebirge erreichen die Ketten sogar 15.000 m Länge. Im Gegensatz zu den präkambrischen Grundgebirge des außerandinen Südamerikas gehören die Anden durchwegs zu den unruhigsten und beweglichsten Krustenteilen der Erde.

Grund für die Herausbildung der Anden zu einem Hochgebrige liegt in der Dynamik der großen Plattenysteme der Erde. Die "leichteren" ozeanischen ostpazifischen Krustenteile subduzieren ständig unter die relativ stabile südamerikanische Kontinentalplatte mit ihren alten Schilden. Teile dieser alten Schilde wurden in den Bau der Anden mit einbezogen.

Obwohl der Höchste der Anden keiner ist (Aconcagua, 6959 m), prägen Vulkane das Antlitz der Anden (im Bild der Vulkan Chimborazo, Ecuador)

An der Naht der Subduktions ("Verschluckungs"-)zone tauchen die ostpazifischen Platten unter den amerikanischen Kontinent. In der Topographie erkennt man einen bis über 6000m tiefen Tiefseegraben, der von Chile bis nach Mexiko für einen steilen Kontinentalabfall an der Westküste Lateinameirkas sorgt.

Grafik: Teilelemente der Anden

Erscheinen die Anden in großräumigen morphologischen-reliefstrukturellen Karten als Einheit, so ergibt sich bei genauerer Betrachtung ein weitaus differenzierteres Bild. Im Großen wird das Gebirge von einzelnen Nord-Süd streichenden Ketten aufgebaut. Im zentralen Teil weichen die Anden weit nach Westen aus. Grund dafür ist ein Weit ausladender Sporn des brasilianischen Schildes. Die einzelnen nebeneinander liegenden Gebirgsketten sind durch tektonisch abgesunkene Krustenblöcke voneinander getrennt und sind mit jüngeren Sedimenten aufgefüllt.

In drei große Bereiche lassen sich die Anden unterteilen:

  • Die Nordanden breiten sich von der Cordillera de Mérida in Venezuela bis zum Gebirgsknoten von Pasto an der Grenze Kolumbien-Ecuador aus.
  • Die Zentralanden erstrecken sich von Nudo de Pasto etwa bis zum Llullaillaco in Nordchile.
  • Die Südanden reichen von der Atacama bis zum Cap Hoorn.

 down 1.3.1.3.1 Die Anden im Lichte der Plattentektonik
 down 1.3.1.3.2 Die Anden im Vergleich zu den Alpen
 down 1.3.1.3.3 Südanden
 down 1.3.1.3.4 Die Pampinen Sierren
 down 1.3.1.3.5 Zentrale Anden
 down 1.3.1.3.6 Nordanden
 down 1.3.1.3.7 Karibisches Küstengebirge
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