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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 1 Geologie, oder: Die Gesteinswelten Lateinamerikas
 up 1.3 Regionale Geologie
 up 1.3.1 Geologischer Aufbau Südamerikas
 up 1.3.1.4 Die Lagerstätten in Südamerika

1.3.1.4.1 Ausserandine Lagerstätten

Die wichtigsten Lagerstätten des ausserandinen Raums enthalten Eisen, Mangan, verschiedene andere Erze und Edelmetalle und diverse Verwitterungslagerstätten und Erdöl. Die Erze sind, wenn es sich um primäre Vorkommen handelt, vor allem an die alten archaischen Kerne des Kontinents gebunden. Die Eisen und Manganlagerstätten Brasilens zählen zu den größten der Welt.

Zahlreiche wichtige Erze und Edelsteine entstanden bei pegmatitisch-pneumatolytischen und hydrothermalen Phasen im Zuge der Brasiliano-Orogenese der Schildgebiete Südamerikas.

In jüngeren präkambrischen Gesteinen wurden vor allem in den Staaten Paraiba und Rio Grande do Norte (Nordostbrasilien) bedeutende Wolfram- und Zinnsteinlagerstätten erschlossen. Im Bereich des Guayana-Schildes und in vielen Teilen Brasiliens ist alluviales Seifengold bekannt, das aus hydrothermalen Lagerstätten herausgewittert und fluviatil verfrachtet wurde. Primärlagerstätten an Gold findet man in hydrothermalen Quarzgängen, oder in metamorphisierten Konglomeraten. Unzählige Pegmatitgänge durchsetzten weite Teile Nordostbrasiliens. Die Quarzgänge der Pegmatite sind oft mauerartig herausgewittert und führen neben Quarz , Mikrolin und Glimmerplatten verschieden Edelsteine, wie Turmalin, Beryll, Topas, Aquamarin und Smaragd. Eine sekundäre Anreicherung durch Verwitterung erfolgte entlang der Flüsse. Solche Lagerstätten bezeichnet man als Seifen. Brasilien ist ferner der wichtigste Produzent von Bergkristall und Quarz für optische und elektronische Zwecke. Die Quarze werden in reinen Gängen im Ausmaß von 1200 km Länge und 100 bis 200 km Breite gefunden!

In Bereichen Ostbrasiliens, des Guaporé-Kratons und am Guayanaschild kommen Diamanten, vor allem Industriediamanten, in vielen Flussseifen vor.

 down 1.3.1.4.1.1 Eisen
 down 1.3.1.4.1.2 Mangan
 down 1.3.1.4.1.3 Verwitterungslagerstätten
 down 1.3.1.4.1.4 Erdöl
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