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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 1 Geologie, oder: Die Gesteinswelten Lateinamerikas
 up 1.3 Regionale Geologie
 up 1.3.1 Geologischer Aufbau Südamerikas
 up 1.3.1.2 Der sedimentäre Oberbau
 up 1.3.1.2.1 Epikontinentale Becken

1.3.1.2.1.2 Das Parnaiba-Maranhao-Becken

Rein morphologisch handelt es sich bei der Parnaiba-Maranhão-Senke um ein Tafelland auf etwa 600 m Seehöhe, das von einer Vielzahl von Flüssen zerschnitten ist. Ebenso wie die Amazonassenke sinkt auch dieser Subsistenzraum seit dem Paläozoikum ab. Nach einer langen Phase der Abtragung im Präkambrium wurde der kristalline Sockel seit dem Silur, veilleicht auch schon etwas frührt, eingetieft. Das Hauptbecken enthält bis zu 3000 m mächtige Sedimente, die bis São Luis durch anhaltende Subsistenz an der Atlantikküste bis 9000 m anschwellen.

An der Basis sind litorale und neritische Sedimente des älteren Paläozoikums entwickelt. Es folgen Sandsteine, Konglomerate und Pelite mit einer Mächtigkeit von etwa 700 m. Das Devon zeigt eine wechselvolle Entwicklung.

  • Das Untere Devon ist von Sandsteinen und Mergeln geprägt
  • Im Mittleren Devon folgte eine Regression mit geringmächtigen Deltaschüttungen
  • Das Obere Devon wird wieder von Transgressionen beeinflusst und bringt bituminöse Mergel hervor.

Im Karbon und Perm entwickelten sich terrestrische Serien (fluviatile Pesammiteu nd Pelite, lakustrine Sedimente, dünne Kohlenflöze), geringmächtige Kalke als Folge einer Ingression und schließlich kontinentale Serien aus Sandsteinen, Karbonate, Evaporite, die große ählichkeit mit Serien des Amazonas aufweisen.

Während der Obertrias folgt eine längere Periode der Abtragung und Hebung, unterbrochen durch limnische Sedimentation, Mergel, Sandsteine und den Ausfluss von Basalten. Diese Basalte erreichen in der Unterkreide weiträumige Decken und füllen zahlreiche Gänge, oft umgeben von äolischen Sedimenten. Während der Kreideentstand eine flache Senke, die mit marinen Sedimenten (Karbonaten, Gips) gefüllt wurde. Die Sedimentationsserie wird mit Sandsteinen, lakustrinen Peliten und fluviatiler Faziesreihen abgeschlossen. Die jünsten Sedimente werden durch die Flusssysteme aufgeschüttet. Umgeben wird das Becken meist von archaischen bzw. proterozoischen Gesteinen.

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