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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 1 Geologie, oder: Die Gesteinswelten Lateinamerikas
 up 1.3 Regionale Geologie
 up 1.3.1 Geologischer Aufbau Südamerikas
 up 1.3.1.1 Das Präkambrische Grundgebirge
 up 1.3.1.1.2 Brasilianischer Schild

1.3.1.1.2.5 Rio de la Plata-Kraton

Der relativ kleine Kraton im Süden Uruguays entstand im Wesenlichen durch zwei orogenetische Zyklen.

Der ältere Zyklus ist dem des Transamazónikums zu vergleichen (2170 – 1930 Mio. Jahre). Sie ist heute weitgehend unter den Gondwana-Schichten verborgen und es gibt nur sehr wenig Informationen über ihren Aufbau. Im Wesentlichen sind Migmatite, Gneise und Pegmatite die bestimmenden Gestein, denen syn- und postorogene Granite dazwischen geschaltet sind.

Der jüngere Zyklus ist dem Brasiliano gleichzusetzten (etwa vor 900 bis 510 Mio. Jahren). Zunächst werden basische Laven gefördert, die mittlerweile als metamorphisierte Grünschiefer vorliegen. Es folgt eine weitere Serie aus Migmatiten und Gneisen mit einem Alter von 670-610 Mio. Jahren. Ab 550 bis 510 intruierten synorogene Granite und Granodiorite mit dazwischen liegenden Gängen aus Gabbro. Es folgt ein sedimentärer Zyklus mit der Ausbildung molasseartiger Ablagerungen und postorogenetischen Graniten und zuletzt Glimmerschiefer und Glaukophanquarziten.

Die Schildbereiche wurden nun endgültig konsolidiert, weder Intrusionen noch Faltungen beeinflussten die weitere Entwicklung des Rio de la Plata-Kratons. Es folgt eine lange Zeit der Abtragung und eine intensive Bruchtektonik. An den Kratonrändern entstanden weite Senkungsfelder in die mächtige klastische terrestrische Serien abgelagert wurden.

Kennzeichnend ist jetzt vor allem die Förderung von rhyolitischen bis andesitischen Vulkaniten, die vom Rio Grande do Sul, über das Paraná-Gebiet, bis Bahia und Uruguay vorkommen.

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