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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 1 Geologie, oder: Die Gesteinswelten Lateinamerikas
 up 1.3 Regionale Geologie
 up 1.3.1 Geologischer Aufbau Südamerikas

1.3.1.1 Das Präkambrische Grundgebirge

Die Kratone des außerandinen Südamerikas sind heute tektonisch ruhige Krustenteile, deren innere Struktur im großen und ganzen seit etwa 500 Mio. Jahren unverändert geblieben ist.

Entstanden sind sie innerhalb der frühen Orogenesen der Erdgeschichte, in denen sie auch vielfach verformt und metamorphisiert wurden. Seither wurden sie nur durch Bruchbildung zerlegt oder von weitgespannten epirogenetischen Bewegungen erfasst und so in unterschiedliche Höhenlagen gebracht. Bereits im späten Archaikum dürften bereits 60 – 85 % der heutigen Gesteine gebildet worden sein. In den archaischen Kratonen findet man auch die ältesten Gesteine des Kontinents, die in Venezuela bis zu 3,8 Mrd Jahre alt sind. Die Erforschung der präkambrischen Gesteine ist im Gegensatz zu anderen Erdteilen noch unzulänglich. Urwaldvegetation, tiefgründige Verwitterung und unzulängliches Gelände behindern genaue Kartierungen und statistisch ausreichend genaue Messungen.

In folgenden Bereichen sind Kratone heute zu finden, die sich in ihrer Entwicklung deutlich voneinander unterscheiden:

  • Der Guayana-Kraton zwischen dem Orinocco im Norden und dem Amazonas im Süden, stabilisierte sich bereits 1,8 Mrd Jahre b.p. Die Formationen streichen im wesentlichen von W nach E.
  • Die Kratone Brasiliens - zusammengefasst als "Brasilianischer Schild" weisen eine N – S Streichrichtung auf und stabilisierten sich erst gegen Ende des Präkambriums. Ein kleiner Teil befindet sich auch noch um den Rio de la Plata. Der noch zum Brasilianischen Schild zählende Rio de la Plata–Kraton ist etwa 2,1 Mrd. Jahre alt und wird lediglich von jungproterozoischen Zyklen beeinflusst.
  • Die Präkambrischen Kerne Argentiniens, in der Regel als "Patagonischer Schild" bezeichnet, obwohl ein Teil der Pampinen Sierren ebenfalls präkambrischen Alters ist.

Bedeckt sind die Kratone meist von jüngeren Schichten.

Die triassischen riesigen Basalttafeln, Trappdecken genannt, Südbrasiliens, Uruguays und Nordargentiniens sind Ergußgesteine, die alte Tiefengesteine überlagern, terrestrische Sedimente des Paläozoikums bis zum Mesozoikum liegen auch dem Guayanaschild auf, weit verbreitete marine Serien der Kreide bilden das Hangende bei einem Teil des patagonischen Schildes.

 down 1.3.1.1.1 Der Guayana - Kraton
 down 1.3.1.1.2 Brasilianischer Schild
 down 1.3.1.1.3 Der Patagonische Schild
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