Logo
Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
Home
Sitemap
Vorherige
Nächste
 up 1 Geologie, oder: Die Gesteinswelten Lateinamerikas
 up 1.1 Historische Geologie
 up 1.1.1 Gliederung der Erdgeschichte
 up 1.1.1.4 Känozoikum

1.1.1.4.3 Quartär

Der Beginn des Quartärs, dem erdgeschichtlich jüngsten Abschnitt, ist durch das Einsetzten von Klimaschwankungen charakterisiert. Aufgrund der Kürze des Zeitalters ist eine Biostratigraphische Einteilung nicht möglich. Durch die zahlreichen Klimaschwankungen wird das Quartär entsprechend dem Wechsel von Kaltzeiten (Glazialen) und Warmzeiten (Interglazialen) untergliedert. Besonders gut über die Abfolge von Kalt- und Warmzeiten gibt uns die Sauerstoff-Isotopenverteilung in marinen Sedimenten Auskunft. So konnten innerhalb der letzten Million Jahre ein 30-facher Wechsel von kalten und warmen Perioden festgestellt werden, wobei nicht jede Periode bereits eine Eiszeit darstellt.

Die gegenwärtige Eisbedeckung der Erde beträgt etwa 10% (15 Mio km²). Während der pleistozänen Kaltzeiten vergrößerte sich diese Fläche auf das dreifache. In den niedrigen Breiten äußerten sich diese Zeiten als Trockenphasen (Interpluviale). Wärmere Perioden nennt man Pluviale (feuchtere Perioden).

Kennzeichnend sind ebenso glazio-eustatische Meeresspiegelschwankungen. Während der Kaltzeiten sank der Meeresspiegel, da ein grossteil des Wassers der Erde als Eis gebunden war – ein Großteil der Kontinentalschelfgebiete fiel trocken. Für die Entstehung der Vereisungsphasen gibt es verschiedene Theorien.

Hilfe Seitenanfang
Home Sitemap Suche Bilder Vorherige Nächste

Letzte Aktualisierung dieser Seite:
Öffne externe Links in neuem Fenster?

© Copyright "Lateinamerika-Studien Online"