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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 5 Biodiversität in Lateinamerika
 up 5.4 Biodiversität Lateinamerikas - eine ungeheure Artenvielfalt
 up 5.4.1 Die tropischen Regenwälder Lateinamerikas

5.4.1.7 Korallenriffküsten

Korallenriffe gehören zu den sensiblesten, wertvollsten Lebenräumen der Welt und verfügen über eine noch größere Artenvielfalt als tropische Regenwälder. Durch die fortschreitende Erderwärmung ist die Temperatur in einigen tropischen Meeren bereits zu hoch für Korallen. Aufgrund der Überhitzung, der zunehmenden Verschmutzung und anderer Probleme, für die der Mensch verantwortlich ist, sind bereits zehn Prozent aller Korallenriffe weltweit im Absterben begriffen, weitere 30 Prozent gelten als ernsthaft gefährdet.

Genauso wie Mangrovenküsten gehören auch Korallenriffe zu organogen gestalteten, tropischen Küsten. Ihr Lebensraum ist auf warme, tropische Meere beschränkt - die für ihr Wachstum optimale Wassertemperatur liegt zwischen 25 und 30°C; Werte über 34°C und unter 18°C machen ein Bestehen von Korallen unmöglich.

Korallen sind zudem an sauerstoff- und nährstoffreiches klares Salzwasser gebunden. Da Symbionten der Korallen zur Photosynthese Licht benötigen ist ihr Wachstum im Weiteren auch an seichtes Wasser gebunden. Obergrenze des Wachstums ist das Niveau des normalen Niedrigwassers. Mehr als zwei Stunden an der Luft würden Korallen nicht überleben. Durch Meeresspiegelschwankungen oder Krustenbewegungen trockengefallene Riffsysteme verfallen unter intensiver Verkarstung relativ schnell.

Korallen gehören dem Tierstamm der Nesseltiere an und kommen in den unterschiedlichsten Variationen vor. Ein Riff besteht in der Regel aus vielen verschiedenen Arten, wobei die Gruppe der Steinkorallen die schnell wachsen und ein Riff aufbauen. Die äußere Wand jedes Einzeltieres besteht aus kohlensaurem Kalk, der in gelöster Form aus dem Meer entnommen wird. In tropischen Meeresbereichen ist Kalziumkarbonat im Überschuss vorhanden. Der Korallenstock wächst unter dauernder Kalkablageurng weiter in die Höhe, bis das Ebbeniveau erreicht ist.

Kalkalgen scheiden dicke, steinharte Kalkkrusten ab, die das Riffdach verfestigen und längs des Riffrandes ein Algenrücken aufbauen.

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