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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 3 Hydrologie, oder: Die Gewässer Lateinamerikas
 up 3.4 Gletscherkunde
 up 3.4.4 Ausmaß der Vergletscherung der Erde und Lateinamerikas

3.4.4.1 Eiszeiten und Gletscherschwankungen

In allen Teilen der Erde, so auch in Südamerika, war das Pleistozän gekennzeichnet durch eine Temperaturabsenkung. Diese betrug in den Tropen etwa 4°C, in mittleren Breiten zwischen 8 und 10°C und führte zu einer wesentlich stärkeren Vergletscherung der Erde, als man sie heute beobachten kann.

Man spricht von Kaltzeiten (den sog. "Glazialen"), Perioden starker Gletschervorstöße, und Warmzeiten (Interglazialen), wo entsprechende Gletscherrückgänge folgten. In Warmzeiten fand man im wesentlichen heutige klimatische und vegetationsgeographische, zeitweise sogar wärmere, Verhältnisse vor.

In Südamerika, insbesondere in Patagonien, konnte man analog zu Untersuchungen in der Nordhemisphäre vier Kaltzeiten nachweisen.

Tabelle: Eiszeiten in Lateinamerika

Speziell aus Südamerika sind auch Spuren uralter Vereisungen bekannt. Zur Zeit des Gondwanakontinentes im Präkambrium und Permokarbon lag über den damals vereinten Kontinenten Afrika, Südamerika und Australien eine mächtige Eisdecke, deren Ablagerungen man noch heute finden kann.

In den nicht vergletscherten Gebieten herrschte in den mittleren Breiten ein Tundrenklima, gekennzeichnet durch Dauerfrostböden und Frostschuttbildung. Für Südamerika bedeutend sind die aus dieser Zeit stammenden, mächtigen Lößablagerungen.

Vergleich von Vereisungen
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