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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 5 Biodiversität in Lateinamerika
 up 5.4 Biodiversität Lateinamerikas - eine ungeheure Artenvielfalt
 up 5.4.13 Andine Höhenstufen
 up 5.4.13.4 Höhenabfolge in Zentralamerika - klimatische Vegetationsgürtel

5.4.13.4.1 Tierra caliente

Im heißen Tiefland gedeihen auf der ganzjährig feuchten karibischen Seite immergrüne Regenwälder, die sich durch großen Artenreichtum, den typischen Stockwerkbau auszeichnen, reichhaltigen Epiphytenbewuchs und dichtes Lianengewirr auszeichnen. Ursprünglich wuchsen hier Mahagoni, Zedernbäume und Cecrophien in reicher Zahl.

Auf der pazifischen Seite wird das Vegetationsbild durch eine ausgeprägte Trockenzeit bestimmt. Es bilden sich regengrüne laubabwerfende Hochwälder. Je nach Feuchtegrad wächst ein regengrüner Feuchtwald (an der Westküste Mexikos bis Panamá. Er ist arm an Unterwuchs, Lianen und Epiphyten. Je nach Regen- und Trockenzeit wechselt sein äußeres Erscheinungsbild. In der humiden Jahreszeit wächst er in üppigen grün, gegen Ende der Trockenzeit (Februar bis April) steht er vollkommen kahl.

Der regengrüne Trockenwald wächst in den semiariden Teilen der pazifischen Küste. Dornengewächse nehmen an Anzahl zu. Das Landschaftsbild bestimmen die ausladenden Schirmkronen der Pöppigea procera oder Piptadeina constricta und der früher als schattenbaum für Kaffeeplantagen verwendete Gliricidia sepium.

Dorn- und Sukkulenten-Formationen sind in der Tierra caliente selten und nur im Río Motagua und an ungünstigen Standorten ist Chapparales verbreitet.

Die meisten laubabwerfenden Formationen sind stark anthropogen beeinflusst und zu Savannenformationen aller Zerstörungsgrade umgewandelt. Nach Lauer (1959) sind natürliche Savannen nur auf pedologisch extreme Standorte beschränkt.

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