Die Lithosphäre besteht aus - je nach Betrachtungsmaßstab aus Gesteinen und Mineralen.
Minerale sind natürliche chemische Verbindungen mit kristalliner Struktur. Über 2000 Mineralien sind bekannt, etwa 50 davon sind für die Gesteinsbildung relevant.
Gesteine sind natürliche Gemenge von Mineralen. Sie kommen in unterschiedlichen Ausprägungen vor, je nachdem ob...
- die Minerale aus einer magmatischen Schmelze auskristallisieren (magmatische Gesteine),....
- sie durch Druck und Temperatur aus vorhandenen Gesteinen umgewandelt werden (metamorphe Gesteine),...
- aus wässriger Lösung ausfielen (chemische Sedimentgesteine),...
- Mineral- und Gesteinsbruchstücke angehäuft werden (klastische Sedimentgesteine), oder...
- durch die Ansammlung tierischer und pflanzlicher Reste (biogene Sedimentgesteine).
Minerale
Minerale unterscheiden sich durch ihre chemische Zusammensetzung, ihre Kristallformen und durch einige physikalische Eigenschaften, wie Härte, Farbe, Bruch, Spaltbarkeit, Strich oder Glanz.
Die Eigenschaften ergeben sich aus der räumlichen Anordnung von Ionen und Atomen und erhalten ihre Gestalt durch die Kombination von Flächen, Kanten und Winkeln im Kristall- und Raumgitter.
Die wichtigste Mineralgruppe sind die Silikate, dies sind Verbindungen aus dem chemischen Elementen Silikat und Sauerstoff, sowie diversen anderen Stoffen. Sie kommen in den meisten Gesteinsbildenden Mineralen vor.
Für Sedimentgesteine von großer Bedeutung sind Tonminerale. Diese setzten sich in ihrer kristallinen Struktur aus Schichtgittern zusammen, die zwischen den Schichten eine nur sehr geringe molekulare Bindung vorweisen. Dadurch erhalten die Minerale einerseits Blättchenform und werden in weiterer Folge auch durch ihre Quellfähigkeit charakterisiert. |