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Naturräume Lateinamerikas
Von Feuerland bis in die Karibik
Univ. Prof. Dr. Axel Borsdorf und Mag. Hannes Hoffert
Institut für Geographie der Universität Innsbruck
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 up 6 Ökologische Probleme Lateinamerikas in Beispielen

6.6 Naturgefahren in Lateinamerika

Die Natur kennt keine Naturgefahren und Naturkatastrophen. Die in der Natur ablaufenden Prozesse sind "natürlich", sie dienen der Systemstabilität. Zur Gefahr werden solche Prozesse erst, wenn Menschen davon betroffen sind. Und dabei zeigt sich, dass der Mensch oft (freilich nicht immer) Opfer und Täter zugleich ist. Und dann kann auch "die Natur" gefährdet sein. Richtiger müsste man in einem solchen Falle freilich den Menschen auch als Verursacher nennen und von "Menschengefahren" für die Natur sprechen. In unserer anthropozentrierten Perspektive hat eine solche Auffassung keinen Stellenwert. Das ist bedauerlich, denn würde die anthropogene Verursachung mancher "Naturgefahr" rascher erkannt und beseitigt, gäbe es weniger "Naturkatastrophen".

Vom Menschen verursachte oder mitverursachte Naturgefahren sind die Desertifikation und das El Niño Phänomen.(vgl. systemische Rückkoppelungen). Tektonische Gefahren wie Erdbeben und Vulkanausbrüche, Andine Gefahren wie Massenversetzungen und die seit Jahrhunderten bekannten Gefahren, die von bestimmten Wetterlagen ausgehen, sind aber nicht anthropogen bedingt. Sie sind echte Naturgefahren - nicht für die Natur, aber für den Menschen.

 down 6.6.1 Tektonische Gefahren
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